Die französische Résistance: Motive des Engagements
Der folgende Text ist ein Kapitel aus meinem Buch "Paris unterm Hakenkreuz" (Theiss Verlag, WBG, 2020). Er beschreibt den Widerstand im besetzten Frankreich nicht als geschlossenes Projekt, sondern als Feld von Spannungen, Ambivalenzen und moralischen Entscheidungen. Im Zentrum steht die Frage, was es in einer Situation radikaler Gewalt bedeutete, die eigene Würde zu behaupten.
Die Besatzer scheuten keine Gewalt. Wer sich ihnen nicht fügte, musste mit enthemmten Reaktionen rechnen. Nicht einmal ein Amt schützte vor der Willkür zorniger Deutscher. Am 17. Juni 1940, die französischen Truppen hatten sich in der Stadt Chartres gerade aus den letzten kleinen Scharmützeln zurückgezogen, wurde Jean Moulin, Präfekt des Départements Eure-et-Loir, in das Büro der Besatzer zitiert. Im Namen Frankreichs kämpfende senegalesische Soldaten, Mitglieder der berühmten Tirailleurs sénégalais (senegalesische Schützenverbände), hätten Bürger des nahegelegenen Örtchens La Taye grausam misshandelt, teilten ihm drei deutsche Offiziere mit. Jean Moulin hielt dagegen: Ein solches Verhalten sei für die senegalesischen Soldaten völlig untypisch. Doch die Offiziere wollten davon nichts wissen. Die Realität interessierte sie nicht, sie hatten andere Motive. Sie griffen die Beschuldigung nur auf, weil sie als Gerücht gerade die Runde machte. In der Nacht zuvor hatten sich deutsche Soldaten erzählt, die Senegalesen hätten einen Kameraden mit blankem Messer angegriffen und regelrecht abgestochen. Später stellte sich heraus, dass der Soldat in ein Sperrfeuer regulärer französischer Verbände geraten war. Kein ungewöhnlicher Vorfall in jenen Tagen. Doch die Besatzer drängten auf Rache: Der Feind sollte eine Lektion erhalten und sich umgehend an die neuen Machtverhältnisse gewöhnen. Das Gerücht um die senegalesischen Soldaten gab eine wunderbare Vorlage. Nicht von einem, sondern von mehreren Soldaten aus der westafrikanischen Kolonie war nun die Rede. Die, so der Vorwurf, hätten in La Taye Frauen vergewaltigt, zusammen mit ihren Kindern gequält und anschließend getötet. Tatsächlich waren diese Frauen im Bahnhof des Örtchens gestorben, höchstwahrscheinlich durch deutsche Luftangriffe. Doch die Besatzer beharrten auf ihrer Version, und Moulin sollte sie durch seine Unterschrift offiziell bestätigen. Sie würde den Deutschen den Nimbus moralischer Integrität verleihen, die geeignet wäre, sie vor den Bürgern der Region als Repräsentanten von Recht und Ordnung, ja sogar als Retter vor barbarischer Brutalität erscheinen zu lassen. Moulin weigerte sich, die Unterschrift zu leisten. Die Ehre Frankreichs, in deren Namen de Gaulle im großen Maßstab zu Felde zog, verteidigte er auf lokaler Ebene. "Glauben Sie wirklich, ein Franzose und zudem ein hoher Amtsträger, der die Aufgabe hat, sein Land vor dem Feind zu vertreten, könnte es akzeptieren, ein solch niederträchtiges Papier zu unterschreiben?", antwortete Moulin, seinen Aufzeichnungen zufolge, den Besatzern.[1]
Die Stimmen der Offiziere wurden lauter, warnten ihn, sich der Unterschrift zu widersetzen. Moulin verweigerte sie weiterhin. Die Offiziere versetzten ihm einen ersten Hieb, einer der Kommandanten drückte ihm einen Pistolenlauf in den Rücken. "'Unterschreiben Sie'", sagte mir der blonde Offizier, "'oder Sie werden erfahren, was es bringt, deutsche Offiziere zu provozieren.'" Moulin weigerte sich erneut. Stattdessen verlangte er, den deutschen General zu sprechen, denn den habe er ja eigentlich treffen sollen. Höhnisches Gelächter der Deutschen war die Antwort. Ein Offizier befahl einem der Wächter, Moulin in einen anderen Raum zu führen. "Weil ich für seinen Geschmack nicht schnell genug über die Schwelle des Raumes trete, versetzt er mir einen derartigen Schlag in die Nieren, dass ich zu Boden stürze. Bevor ich die Zeit habe, mich zu erheben, regnet es Stiefeltritte auf mich. Sie stammen von dem Offizier, zu dem man mich geführt hat."[2]
Die Diskussion setzte sich fort. Der Zorn der Offiziere stieg. "Irgendwann im Laufe der Diskussion stürzte sich der große dunkle Offizier, mein alter Knecht Nr. 2, der einen Foxterrier an seiner Seite hat, auf mich und schlug mich brutal mit der Leine seines Hundes. Sie ließen mich nicht einen Moment sitzen. Ich frage mich, wie lange ich das aushalten kann."[3] Dass die Deutschen ihren Opfern gegenüber keine Skrupel zeigen würden, hatte Moulin bereits vor der Niederlage Frankreichs gegen die Deutschen geahnt. "PS. Sollten die Deutschen, sie sind zu allem fähig – mich Dinge sagen lassen, die gegen die Ehre gehen, wisst Ihr, dass das nicht wahr ist", hatte er am 15. Juni seiner Mutter und seiner Schwester geschrieben.[4] Zwei Tage später drohten seine Befürchtungen wahr zu werden. Unter den Schlägen fürchtete er einzuknicken und das Dokument zu unterschreiben, vermochte dann aber doch letzte Reserven zu mobilisieren. Er wolle Beweise für die Anschuldigungen sehen, erklärte er den Deutschen. Die setzten ihn schließlich in einen Wagen und fuhren zu einem Hangar. Einer der Offiziere öffnete ein Tor. "Mit einer Handbewegung weist er auf neun nebeneinander aufgereihte bedauernswerte Leichen, geschwollen, entstellt, formlos. Ihre zerrissene und befleckte Kleidung erlaubt es kaum, ihr Geschlecht zu unterscheiden. Auch mehrere Kinderleichen befinden sich dort. Bei zwei oder drei der Opfer deuten die verbogenen Gelenke auf die erlittenen Todesqualen hin."[5]Waren die Leichen ein Beweis für die Aggression der französisch-senegalesischen Soldaten? Nein, sagte Moulin: Die Art der Verletzungen zeige klar, dass es sich um Opfer von Luftangriffen handle. Es setzte neue Schläge, wieder mit aller Wucht. Anschließend schlossen die Offiziere den Präfekten mit den Leichen ein, bei denen bereits der Verwesungsprozess eingesetzt hatte. "Ich wurde auf diese menschlichen Überreste gestoßen, und der kalte, klebrige Kontakt ließ mich bis aufs Mark erstarren. In der Dunkelheit dieses Verlieses, mit dem abstoßenden Geruch der Leichen, der mir in die Nase stieg, scheint mir, als bekäme ich einen Fieberanfall. Ich spüre, dass ich keinen Widerstand mehr leisten kann."[6]
Doch auch als sich nach einer Weile die Tore des Hangars wieder öffneten, unterschrieb Moulin nicht. Inzwischen war es Abend, die Offiziere sperrten ihn unter höhnischen Anspielungen auf homosexuelle Neigungen zusammen mit einem Soldaten aus dem Senegal in eine Zelle, in der beide die Nacht verbrachten. Der Aufenthalt war nach den Torturen auch eine psychische Belastung. Einen weiteren Tag von Verhören glaubte Moulin nicht überstehen zu können. So griff er zum letzten Mittel: Mit einer Scherbe versuchte er, sich die Halsschlagader aufzuschneiden, doch der Versuch misslang. Überraschung am nächsten Morgen: Das Verhör wurde nicht fortgesetzt, stattdessen brachten die Besatzer ihn zu einem der Ärzte von Chartres und nach der Untersuchung zur Präfektur. Moulin hatte die Tortur überlebt.
Pflicht und Freiheit
Kraft zum Widerstand: Moulin bezog sie aus seinem Glauben an die Ehre Frankreichs – eine Ehre, die es auch im schwierigsten Moment zu verteidigen galt. Was dies kostete, erfuhr er in den langen Stunden des 17. und 18. Juni. Auch anderswo gingen die Besatzer aggressiv vor. Doch gerade mit ihrer enthemmten Brutalität trieben sie einige Franzosen in den Widerstand. Die Dichterin Madeleine Riffaud war 15 Jahre alt, als sie im Juni 1940 mit ihren Eltern vor den anrückenden Deutschen floh. Am Bahnhof von Amiens wurde die junge Frau von einer Gruppe deutscher Soldaten belästigt. Der Offizier rief seine Untergebenen zur Ordnung, doch im selben Moment, erinnerte sie sich, gab er mir einen gewaltigen Tritt in den Hintern, der mich in die Luft hob. "Ich war ungeheuer wütend, empfand Erniedrigung und Zorn, und in meinem Zorn gelobte ich mir, dass ich zur Résistance stoßen würde. Ich werde die finden, die Widerstand leisten. Alles begann in diesem Moment."[7]
Im November 1940 versammelten sich in Paris Studenten und zogen zum Grab des unbekannten Soldaten. Allesamt hatten sie sich den Schriftzug gaulese – die Bezeichnung für die einst auf französischem Gebiet lebenden keltischen Stämme – an die Schulter geheftet. Wo Nazis waren, sollten wieder Franzosen sein, so die ungefähre Botschaft des Aufzugs. Für die Besatzer war das eine ungeheure Provokation. Sie gingen gegen die Demonstranten mit aller Härte vor. Zeugin der Szene war die Schriftstellerin Benoite Groult. Einer ihrer Freunde wurde mit anderen Demonstranten ins Cherche-Midi-Gefängnis gebracht.
"Sie wurden getreten, mit Gewehrkolben geschlagen und von den deutschen Soldaten angespuckt. Man teilte ihnen mit, dass sie am nächsten Morgen erschossen würden, ein Umstand, der das Stehen nicht einfacher machte. Einer der Studenten wurde während der Nacht ohnmächtig. Er wurde liegen gelassen, wo er sich befand. Die Jungen waren sicherlich nicht die gleichen, als sie nach Hause kamen. Die Lektion war nicht abstrakt, wie das Lesen von Mein Kampf. Ein Tritt ins Gesicht bewirkt mehr als jede Propaganda."[8]
Andere Franzosen stießen sich vor allem an der symbolischen Gewalt, die die Deutschen praktizierten. Kaum einmarschiert, markierten sie unübersehbar den öffentlichen Raum, und dies nicht mit nationalen deutschen Emblemen, sondern dezidiert mit Emblemen der NSDAP. "Auf dem Schloss von Versailles wurde die Hakenkreuzfahne gehisst", erinnerte sich Jacqueline Fleury-Marié, damals 17 Jahre alt. Das löste bei uns furchtbare Emotionen aus: das Symbol des Besatzers auf einem vertrauten Monument, das die Geschichte Frankreichs verkörpert. Die Nazis setzten zu immer mehr Militärparaden auf dem Schlossplatz an. Eine Niederträchtigkeit. Eine mehr!"[9] Die Paraden der Nationalsozialisten waren der jungen Frau eine unerträgliche Schmach, die sie nicht hinnehmen wollte. "Ich werde nie dieses bittere Gefühl loswerden, das mich angesichts der Omnipräsenz deutscher Soldaten ergriff. Eine Verachtung, die mir, vermittelt über meine Mutter, ohne jeden Zweifel deutlich machte, worin unsere Aufgabe bestünde."[10]
Jacqueline Fleury-Marié schloss sich dem Widerstand an. Sie engagierte sich vor allem als Botin, half, wichtige Informationen innerhalb des Widerstands zu verteilen. Über Jahre arbeitete sie auf diese Weise, bis sie im Juni 1944 von der Gestapo verhaftet wurde. Im August wurde sie in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Dort traf sie ihre Mutter. Im April 1945 auf einen der Todesmärsche geschickt, gelang ihr die Flucht. Nach dem Einmarsch der Roten Armee kehrte sie über die amerikanische Zone im Mai 1945 nach Paris zurück.
Wut, Zorn, Ohnmacht, Entsetzen über die Brutalität der Besatzer: Für nicht wenige Franzosen waren dies wesentliche Motive, den Deutschen Widerstand zu leisten. Die Gewalt war so nicht hinnehmbar, der höhnisch-arrogante Auftritt der Deutschen rief nach Gegenwehr. Vor allem aber zwang sie zu geradezu letzten Fragen. Was konnte ein Mensch tun in der äußersten Not? Wo begann, wo endete seine Verantwortung? Wie groß war sein Entscheidungsrahmen? Angesichts der Verbrechen der Besatzer war Widerstand richtig, vielleicht sogar Pflicht. Doch zugleich brachte er den, der ihn leistete, in tödliche Gefahr. Wer dem Feind in die Hände fiel, konnte auf Gnade nicht hoffen.
"Ich denke an euch bis zur letzten Minute und danke euch, aus mir einen ehrenhaften Mann gemacht zu haben", schrieb Louis Kalmanovitch, Mitglied und einer der Gründer der Widerstandsgruppe Francs-tireurs, am 22. Februar 1942 seinen Eltern. Gut zwei Monate zuvor war er verhaftet worden. "Ich drücke euch fest an mein Herz und umarme euch zärtlich ein letztes Mal."[11] Noch am selben Tag wurde er erschossen.
"Ich bin von starker seelischer Verfassung und werde mich anstrengen, sie bis zum letzten Moment zu behalten, denn es ist schwierig, zu sterben, wenn man 32 Jahre alt ist und jemanden liebte", schrieb Leon Pakin, Gründer der jüdischen Widerstandsgruppe Francs-tireurs et partisans – main d'œuvre immigrée (FTP-MOI), seiner Freundin. Pakin war Ende Juni 1942 bei einer Widerstandsaktion verhaftet worden. Einen Monat später trat er vor ein Erschießungskommando.[12]
Was bedeutete es, sich den Besatzern ungeachtet des tödlichen Risikos entgegenzustellen? Es war der höchste Akt menschlicher Entscheidungsgabe, formulierte Jean-Paul Sartre. "Niemals waren wir freier als unter der deutschen Besatzung", schrieb der Philosoph in seinem berühmten Essay La République du Silence, erschienen im September 1944.[13] "Weil das Nazi-Gift bis in unser Denken glitt, war jeder angemessene Gedanke eine Eroberung; weil eine allmächtige Polizei uns zur Stille zu zwingen versuchte, wurde jedes Wort wertvoll wie eine Prinzipienerklärung. Weil wir umstellt waren, hatte jede unserer Gesten das Gewicht eines Engagements. Die oft furchtbaren Umstände unseres Kampfes versetzten uns in die Lage, ohne Schutz und Verstellung jene zerrissene, unhaltbare Situation zu durchleben, die man die condition humaine nennt."
Die condition humaine: Es schwang Pathos mit in dem Begriff. Trotzdem war er angemessen. Denn es ging um nicht weniger als Leben und Tod, um Entscheidungen, die schwer, vielleicht überhaupt nicht kalkulierbar waren und bei denen Glück und Unglück eine Rolle spielten, dramatischer formuliert: das Schicksal. So war die Frage der Freiheit selbst gestellt, und wir befanden uns am Rande der tiefsten Kenntnis, die der Mensch von sich selber haben kann. Denn das Geheimnis eines Menschen ist nicht sein Ödipus- oder Minderwertigkeitskomplex, es ist die Grenze seiner Freiheit, es ist seine Widerstandskraft gegenüber der Pein und dem Tod.
Das gefährdete, schmerzhafte Leben, befand Sartre, entfaltete seine volle Wucht unter der Herrschaft der Nazis. Das Land befand sich in eisernem Griff, in dem jede Bewegung in eine nicht gewünschte Richtung äußerste Kraft und äußersten Mut erforderte.
"Denjenigen, die eine Existenz im Untergrund führten, brachten die Umstände ihres Kampfes eine neue Erfahrung: Sie kämpften nicht im Offenen, wie Soldaten; eingeschlossen in Einsamkeit und Verlassenheit, widerstanden sie den Qualen in vollkommenster Hilf- und Schutzlosigkeit: Allin und nackt standen sie vor wohlrasierten, wohlgenährten, gut gekleideten Henkern, die sich über ihr elendes Fleisch lustig machten und denen ihr selbstzufriedenes Bewusstsein, ihre grenzenlose soziale Macht allen Anschein gaben, recht zu haben."
In aller Schärfe umriss Sartre die Konsequenzen einer Entscheidung, die er als eine zur Freiheit beschrieb. Sich herauszureißen aus den Bedingungen des gewöhnlichen Daseins, sich der Gefahr zu stellen und das Äußerste zu wagen: Dadurch, so der Philosoph, bewiesen die Widerstandskämpfer enorme, alle gewöhnlichen Maßstäbe sprengende Willenskraft. Sartre selbst allerdings stellte sich den Konsequenzen der von ihm umrissenen Freiheit nur halbherzig. So gründete er zwar eine Widerstandsbewegung, Socialisme et Liberté, doch diese bestand nur kurzfristig: gegründet 1941, löste sie sich noch im selben Jahr wieder auf. Zudem beschränkten sich ihre Mitglieder auf Aktionen überschaubaren Risikos, nämlich Debatten im vertrauten Kreis.[14]
"Insgesamt", so der Historiker Michel Winock, "fiel Sartres Engagement im Widerstand bescheiden aus: Nichts von einem heldenhaften, ja nicht einmal besonders aktiven Widerstand."[15] Wenn er nach der Befreiung dennoch weltweit als engagierter Dichter gefeiert wurde, so darum, weil er von August 1944 an – just jenem Monat, in dem Paris befreit wurde – in der im Untergrund gegründeten Zeitschrift Combat schrieb.
Des Weiteren verdankte er sein Renommee seinem Aufsatz La République du Silence, ein Meisterstück der eindringlichen Beschreibung. Im Dezember desselben Jahres veröffentlichte The Atlantic Monthly den Text, begleitet von einer angesichts seines bescheidenen Engagements ausgesprochen großzügigen Anmerkung zum Autor: "Jean-Paul Sartre ist ein französischer Dichter und Schriftsteller, der sich in den langen Jahren der deutschen Besatzung als einer der militärischen Führer der FFI (Forces françaises de l’intérieur, der im Februar vereinten französischen Widerstandsbewegungen, Anm. d. Aut.) profiliert hat."[16]
Das war glatt erfunden, doch Sartre wies die Behauptung nicht zurück. Stattdessen sonnte er sich im Ruf des im Widerstand aktiven Schriftstellers, der er nie gewesen war. Allerdings, so sein Biograf John Gerassi, könnte der unverdiente Ruhm den Philosophen dazu getrieben haben, sich nach dem Krieg in jenen engagierten Schriftsteller zu verwandeln, der er während der Kriegsjahre nicht gewesen war: "Seit 1945 hat Sartre mehr als jeder andere Intellektuelle auf der Welt getan, um die Ungerechtigkeit anzuprangern und die Verdammten dieser Erde zu unterstützen."[17]
Keine Entscheidung blieb folgenlos, jeder Schritt hatte Konsequenzen. Die Literaturwissenschaftlerin Susan Suleiman verweist mit Blick auf Sartres Selbstinszenierung auf ein aufschlussreiches Zitat aus dessen 1944 erschienenem Werk L’être et le néant (Das Sein und das Nichts): "Wir wählen unsere Vergangenheit im Lichte eines bestimmten Endes – doch von da an drängt sie sich auf und verschlingt uns."[18]
Die Gewissheit eines Gläubigen
In den ersten Wochen und Monaten der Besatzung schauten die angehenden Widerstandskämpfer in eine höchst riskante Zukunft. "Das Bewusstsein der Niederlage verhalf einem alten nationalistischen Reflex aufs Neue zum Leben, verbunden mit einem tief empfundenen Gefühl der Niederlage und der Wut angesichts der Vorstellung, dass diese Leute nun in unseren Häusern zu Hause waren", erinnerte sich Jean-Pierre Vernant alias Colonel Berthière.[19]
Hinzu gesellte sich ein tief empfundener Antifaschismus, ein Hass auf die gesamte Lage. Empfindungen wie diese standen vielfach am Anfang des Widerstands. Es ging um die Ehre und Identität des Landes – wie auch um Ehre und Identität der Franzosen selbst.
"Letztlich haben wir immer geglaubt, dass unsere Rolle darin bestand, an der inneren Front zu kämpfen", beschrieb der Historiker und ehemalige Widerstandskämpfer Henri-Irénée Marrou die damalige Atmosphäre. Er und seine Kameraden sahen sich als "Front des geistigen Widerstands gegen das Hitlertum – um den militärischen Sieg nicht nutzlos oder auf tragische Weise illegitim werden zu lassen".[20]
So unterschiedlich ihr Engagement auch sein mochte, ein Motiv teilten viele der zum Widerstand entschlossenen Franzosen: Es ging darum, den Deutschen entgegenzutreten. Ein Zeichen zu setzen, die Würde des Landes zu wahren, den Besatzern zu verstehen zu geben, dass sie militärisch zwar gesiegt, die Franzosen darum aber noch lange nicht moralisch unterworfen, nicht in devote Feiglinge verwandelt hatten. Den Siegern mit Waffen beizukommen, war unmöglich, niemand machte sich darüber Illusionen.
Und doch notierte der Schriftsteller François Mauriac in seinem 1943 veröffentlichten Cahier noir, einer Meditation über die Motive des Widerstands, dass die Waffen am Ende nicht triumphieren würden. Gegen das Wort würden sie letztlich nicht ankommen – jedenfalls nicht, wenn jene, die mit dem Wort stritten, auch den technischen Fortschritt nicht verschmähten: "Die Waffen entscheiden in der Debatte um Ideen über nichts. Weder hat unser Sieg von 1918 bewiesen, dass Demokratien Recht haben, noch unsere Niederlage von 1940, dass sie schuldig sind. Die Technik, die sie nun besiegt hat, wird eines Tages ihren Triumph garantieren."[21]
Doch vorerst konnten die Widerstandskämpfer auf Technik, zumindest Waffentechnik, nicht ernsthaft setzen. Darin waren die Deutschen ihnen unendlich überlegen.
"Wir hatten wirklich nichts anderes zu tun, als intellektuelle und moralische Arbeit gegen die Deutschen zu setzen, indem wir Propaganda betrieben", so Christian Pineau, einer der Gründer von Libération-Nord.[22] "Es ging um Gesten der Ermutigung, der Selbstvergewisserung, um den Glauben, dass die Lage, so verzweifelt sie auch scheinen mochte, sich – irgendwann und irgendwie, letztlich aber ganz gewiss – ändern ließ, auch die neue, übermächtig scheinende Wirklichkeit am Ende vorübergehen würde. Und es ging darum, der Propaganda der Sieger etwas entgegenzusetzen."
Für François Mauriac wurde der Widerstand gegen die Besatzer so zu einem Kampf um den Menschen, genauer: um das angemessene Bild des Menschen: "Wir müssen die Tendenz zur Verachtung des Menschen bekämpfen. Der Gegner gewinnt über uns in dem Maß, in dem wir jener Verachtung weichen, die die Grundlage seiner Doktrin ist. Die Verachtung des Menschen ist nötig für jene, die ihn brauchen und missbrauchen wollen. Für seine Zwecke kann man sich nicht einer unsterblichen, beinahe göttlichen Kreatur bedienen. Darum erniedrigen sie ihre Opfer von Anfang an."[23]
Dagegen galt es sich aufzulehnen. Zunächst schien es, als wären die Franzosen dazu bereit, hielt die Kunsthistorikerin Agnès Humbert fest. Auch sie war vor den herannahenden Deutschen zunächst geflohen. Doch dann vernahm sie ermutigende Nachrichten: "Heute Morgen hörten wir, dass die deutschen Plakate, kaum dass sie befestigt wurden, wieder heruntergerissen und zerstört werden. Die Bürger von Paris rebellieren bereits. Damit ist es entschieden: ich kehre zurück."[24]
Die Rückkehr war allerdings ernüchternd. Die meisten ihrer Landsleute waren mit anderem beschäftigt, als Plakate des Feindes zu entfernen. Ihre Sorgen waren prosaischer. Und ihr Benehmen war es auch: "Ich finde alles so verändert vor, dass ich mich frage, ob mit mir etwas nicht in Ordnung ist. Ich mustere mich im Spiegel. Das Ergebnis ist eindeutig: In den letzten sechs Wochen bin ich gealtert und habe abgenommen. Aber wie steht es um meine Moral? Welcher Spiegel könnte mir deren Verwüstungen zeigen? Und doch glaube ich – ach, was sage ich – dass sich meine Denkweise nicht geändert hat. Die Menschen um mich herum sind andere, sind anders als früher. Sie haben Zuflucht zu einer diskreten, flüchtigen Haltung gefunden, träge Zufriedenheit darüber, noch am Leben zu sein."[25]
Militärisch war das Land besiegt, und auch psychologisch hatten einige Franzosen die Waffen gestreckt. Zumindest jene, die Agnès Humbert dabei beobachtete, wie sie den Deutschen das Gepäck trugen – eine devote Geste, beschämend für die Träger selbst wie für alle, die Zeugen der Szene wurden. Der Akt demonstrierte die völlige Unterwerfung und damit die vorbehaltlose Anerkennung der neuen Realität. Eben das war fatal, bemerkte Humbert. Denn nichts besiegelte die Niederlage gründlicher als deren Akzeptanz.
Zwischen Siegern und einigen der Besiegten hatte sich ein neues Verhältnis etabliert, in dem jeder der Beteiligten seine Rolle gefunden und sich in ihr eingerichtet hatte. Erst dadurch triumphierten die Deutschen endgültig. "Man muss das beenden, sie dürfen uns nicht kolonisieren, nicht alle unsere Güter auf den Rücken unserer Männer tragen lassen, während sie selbst sich mit baumelnden Armen, glücklichem Gesicht, angelegtem Gürtel und gut polierten Stiefeln bewegen. Nein, das darf nicht sein. Damit wir das nicht mehr sehen, sind wir gezwungen, zu töten. Zu töten wie wilde Tiere, töten, um zu leben. Heimtückisch zu töten, unschuldige Menschen zu töten. Man muss es tun, und ich werde es tun."[26]
Als wissenschaftliche Angestellte im Pariser Musée de l’Homme gehörte Humbert zu einem der ersten Widerstandskreise überhaupt, jener Gruppe, die später unter dem Namen des Museums bekannt wurde, in dem ihre Mitglieder arbeiteten. Ihre Aktivität widmeten diese dem intellektuellen Widerstand, dessen Prinzipien sie in den fünf Nummern ihrer Zeitschrift Résistance umrissen, bevor die Gruppe im März 1941 zerschlagen wurde.
Die Brutalität der Besatzer war hart, aber sie lähmte nicht, sondern animierte einige der Widerstandskämpfer umso mehr dazu, weiterhin gegen die Sieger anzugehen.
"Die Erniedrigung durch die Niederlage erweist sich als immer weniger erträglich. Sie trifft den Stolz in einem Maß, von dem man bislang vielleicht noch gar keine Vorstellung hatte", notierte Auguste "Albane" Vistel, Mitglied der Gruppe Libération-Sud. "Aber jenseits des Individuums löst sich eine kollektive Vergangenheit auf. Die nationale Gemeinschaft erscheint ihrer Geschichte beraubt. In diesem Augenblick taucht ein alter Patriotismus auf, der sonst angesichts der Ironie leichter Stürme schwindet. Doch wenn das Vaterland im Todeskampf liegt, wird er wieder zu einem Wert."[27]
Diesen Wert vertraten die Widerstandskämpfer auch dann, wenn sie wenig konkreten Grund hatten, an ihn zu glauben. Die Übermacht des Feindes war offensichtlich, kein Zweifel, dass er sich fürs Erste an der Macht halten würde.
"Wir erzählten uns, dass der Sieg der Deutschen wahrscheinlich sei, ja wir glaubten es sogar", räumte Claude Bourdet, Mitgründer der Zeitschrift Combat, ein. "Aber bisweilen schien es, als hätten wir die Gewissheit eines Gläubigen, die auf einer inneren Klarsicht gründet, die von außen allerdings wie eine Autosuggestion anmutet."[28]
Es lag auf der Hand: Die Widerstandskämpfer der ersten Stunde waren keine Strategen, der Blick auf das gesamte europäische oder sogar darüber hinausreichende Schlachtfeld war ihnen versperrt. Doch das hielt sie nicht davon ab, den Kampf gegen den Gegner auf der Grundlage von Mut und der Hoffnung zu wagen; am Ende könnte das Engagement doch noch zu etwas führen.
"Ich war überzeugt, dass der Schöpfer Frankreich nicht aufgeben konnte", erinnerte sich der elsässische Industrielle Paul Dungler, Gründer der Bewegung 7e Calonne. "Ich glaubte an die Vorsehung, glaubte zugleich aber, dass man ihr helfen musste. Wir mussten also kämpfen."[29]
Kämpfen wurde in diesem Moment zu einer Frage der persönlichen Haltung: "Ich werde die Prinzipien von Ehre und Patriotismus, die mich zwanzig Jahre lang aufrecht gehalten haben, nicht aufgeben", schrieb Generalmajor Philippe Leclerc de Hauteclocque, einer der wenigen hochrangigen Militärs, die de Gaulles Aufruf vom Juni 1940 folgten. Leclerc zog in aller Konsequenz in den Kampf: Als er nach London aufbrach, ließ er seine Frau und die sechs Kinder in Frankreich zurück. "Sei meinetwegen niemals in Sorge", schrieb er seiner Frau. "Ich werde dich wiederfinden, sobald wir auf dem Weg des Sieges sind."[30]
Eine Frage der Würde
Widerstand leisten – darum ging es. Darin waren sich alle Mitglieder der Résistance einig. Doch Widerstand gegen wen? In allererster Linie gegen die Besatzer, auch darüber bestand Einvernehmen. Mit dem Blick auf weitere Gegner aber herrschte Dissens. Im Fokus nicht weniger Gruppen stand auch das Vichy-Regime. Viele seiner Gegner teilten jene Vorbehalte, die Charles de Gaulle in London formulierte: Das Regime, so der Vorwurf, bestehe aus Personen, die nicht mehr auf der Höhe der Zeit seien, allen voran Pétain.
"Man kann jetzt sagen, dass es, um einer hochgradig ernsten Situation entgegenzutreten, andere Menschen braucht als jene, die derzeit am Platz sind und die uns in die Katastrophe gesteuert haben. Zu sehr den Formeln der Vergangenheit verpflichtet, sind sie ebenso wenig in der Lage, ihre Pflichten zu erkennen wie die Methoden, die sie verwenden müssten", urteilte Henri Frenay, der Gründer von Combat, im Mai 1941.[31]
Der Einschätzung war ein langer Entfremdungsprozess vorausgegangen, der schließlich in offenen Widerspruch zum Marschall mündete. Einher gingen solche Überlegungen bei einigen der Untergrundkämpfer mit Hoffnungen, die weit über die aktuelle Situation hinausreichten:
"Wir wollen nach dem Krieg ein neues Regime begründen, eine Synthese zwischen Autorität und Freiheit, eine wirkliche Demokratie, die die Geschwätzigkeiten der Parteien, die Vormundschaft der Trusts und die Zusammenschlüsse des Geldes hinter sich gelassen hat", las man in der Untergrundzeitung Franc-Tireur im Dezember 1941. "Wir wollen weder eine Diktatur des Militärs, noch der Religion, des Proletariats oder des Kapitals."[32]
Auch das Bekenntnis zur in den 1930er-Jahren geächteten Republik gehörte zu den Motiven des Widerstands, ebenso der gesteigerte Patriotismus der Immigranten. Von "meinem Frankreich" sprach etwa der Linguist und Ethnologe Boris Vildé aus der Gruppe des Musée de l’Homme, 1919 mit seiner Mutter aus Sankt Petersburg geflohen und seit 1932 in Paris lebend.
Doch das Frankreich, das er und so viele andere meinten, war ein anderes als das, für das jene Franzosen eintraten, die zwar die Herrschaft Pétains und sein Projekt der Nationalen Revolution begrüßten oder gar aktiv dafür arbeiteten, aber von der Kollaboration nichts wissen wollten. Sie befanden sich in einer schwierigen Lage: einerseits den Marschall zu unterstützen – und ihm zugleich in einem zentralen Punkt zu widersprechen.
"Nicht den Marschall angreifen, sondern persönlich gegen den Marschall gerichtete Polemik vermeiden, keine öffentlichen Stellungnahmen gegen den Marschall."[33] So lauteten die Maximen, die sich die sogenannten Vichysto-Résistants gaben. Anders als die übrigen Widerstandskämpfer beschränkten sie sich auf den Kampf gegen die Besatzer. Der französischen Regierung gegenüber waren sie weiterhin loyal. Das Regime, das diesen Besatzern entgegenkam, sollte bleiben. Eine Gratwanderung, die einigen Kämpfern erweiterte Handlungsmöglichkeiten bot.
Hatten sie im Staat oder in den Überbleibseln des Heeres Positionen inne, fanden sie nicht selten privilegierten Zugang zum deutschen Militär – und damit zumindest teilweise Einblick in dessen Aufbau oder sogar Strategie. So erhielten sie wertvolle Informationen, die sie ebenso an die Briten weiterreichten wie jene, die als Angestellte des staatlichen Postdienstes Nachrichten abfingen.
Allerdings schloss das Engagement gegen die Besatzer ideologische Nähe zu einigen ihrer Überzeugungen nicht aus:
"Sind Sie jüdischer Rasse?", ließ der gegen die Besatzer engagierte Chef des damaligen französischen Statistikamtes, René Carmille, als Frage in jene Bögen eintragen, die Rekruten für den Kampf gegen Deutschland ausfüllen sollten. Der überzeugte Gegner der Besatzer war ein nicht minder überzeugter Antisemit.[34]
General Benoit-Léon de Fornel de La Laurencie hingegen geriet in einen Gewissenskonflikt. Er war Pétain treu ergeben und ein entschlossener Verfechter des Waffenstillstands mit den Deutschen. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, auf den Sieg Englands zu hoffen: "Ich wünsche England in der Tat den Sieg und glaube auch daran. Der Sieg Deutschlands bedeutet in der Tat, was immer man sagen mag, eine sichere Knechtschaft für viele Generationen. Trotz der vielversprechenden Perspektiven für eine Zusammenarbeit, die noch nie klar definiert war, habe ich kein Vertrauen in die Großzügigkeit unserer Gewinner."
Fornel de La Laurencie lag richtig mit seiner Annahme. Die Besatzer waren nicht großzügig. Die Jagd auf die Juden war eröffnet, und auch gegen alle anderen, die sich ihnen in den Weg stellten, gingen sie immer härter vor.
Es gab viele gute Gründe, ihnen entgegenzutreten – Gründe, die sich nicht in einer Formel zusammenfassen ließen, sondern die im Gegenteil oft im Widerstreit miteinander lagen. Gewiss war nur: Die Entscheidung zum Engagement war folgenreich. Kaum jemand derer, die es wagten, war sich darüber im Unklaren. Wenn sie die Gegenwehr dennoch wagten, dann, weil persönlicher Mut über alle Bedenken ging, weil der moralische Imperativ größer war als alles andere. "Es ging um Frankreich", erinnerte sich Auguste "Albane" Vistel, einer der regionalen Führer der Forces françaises de l’Intérieur.
"Das Wohl der Bevölkerung, der nationalen Gemeinschaft? Daran hat man auf jeden Fall gedacht, allerdings wie an eine ferne Möglichkeit. Tatsächlich stand der Mensch sich selbst gegenüber, in absoluter Einsamkeit und ohne jeglichen anderen Raum vor sich als jenen, den er erobern könnte. Wenn ihm die Idee des Heils kam, brachte sie kein Behagen, denn das Heil konnte in nichts anderem bestehen als in der Bekräftigung der eigenen Würde."[35]
Die eigene Würde war zerbrechlich, nirgends so sehr wie in den Folterkellern der Besatzer. Dort zu enden war nicht ausgeschlossen. Und doch bestand die Chance, zum Niedergang der Besatzer beizutragen. Würde es gelingen? Man wusste es nicht. Der Widerstand war ein Unternehmen mit offenem Ausgang; das Engagement konnte im Triumph enden oder im Tod. Die Würde war hart umkämpft im Frankreich der Jahre 1940 bis 1944.
[1] Dieses und die folgenden Zitate nach Jean Moulin, Premier Combat, Paris, 2013, E-Book,
Pos. 772, Kap. Journal (Chartes 14-18 Juin 1940).
[2] Ebd., Pos. 801, Kap. Journal (Chartes 14-18 Juin 1940).
[3] Ebd., Pos. 847, Kap. Journal (Chartes 14-18 Juin 1940).
[4] Ebd., Pos. 1157, Kap. Lettre de Jean Moulin à sa mère et sa soeur.
[5] Ebd., Pos. 869, Kap. Journal (Chartes 14-18 Juin 1940).
[6] Ebd., Pos. 894, Kap. Journal (Chartes 14-18 Juin 1940).
[7] Zitiert nach Robert Gildea, Fighters in the Shadows. A New History of the French Resistance, London, 2015, E-Book, Pos. 481, Kap. Awakenings.
[8] Zitiert nach ebd., Pos. 1289, Kap. Faire quelque chose.
[9] Jacqueline Fleury-Marié, Jérôme Cordelier, Résistante, Paris, 2019, S. 29.
[10] Ebd., S. 32.
[11] Zitiert nach David Diamant, Combattents, héros & martyrs de la résistance, Paris, 1984, S. 27.
[12] Zitiert nach ebd., S. 70.
[13] Dieses und die folgenden Zitate nach Jean-Paul Sartre, »La République du Silence«, in
Jean-Paul Sartre, Situations, Ill. Lendemains de guerre, Paris, 1977, S. 11.
[14] Michel Winock, »Sartre s'est-il toujours trompé?«, online unter: https://www.diplomatie. gouv.fr/IMG/pdf/0203-Winock-FR-5.pdf.
[15] Michel Winock, ebd. (ohne Seitenangabe).
[16] Zitiert nach ebd.
[17] John Gerassi, Jean-Paul Sartre, Hated Conscience of His Century, University of Chicago Press, 1989, zitiert nach ebd.
[18] Zitiert nach ebd.
[19] Zitiert nach Robert Gildea, ebd., Pos. 476, Kap. Awakenings.
[20] Zitiert nach Olivier Wieviorka, Histoire de la Résistance, 1940-1945, Paris, 2013, E-Book,
Pos. 1160, Kap. La naissance des mouvements.
[21] François Mauriac, Le Cahier noir, Paris, 1994, S. 28f.
[22] Zitiert nach Olivier Wieviorka, ebd., Pos. 1152, Kap. La naissance des mouvements.
[23] François Mauriac, ebd., S. 36.
[24] Agnès Humbert, Résistance. Memoirs of Occupied France, London, 2008, E-Book, S. 8.
[25] Ebd., S. 9.
[26] Ebd., S. 28.
[27] Zitiert nach Olivier Wieviorka, ebd., Pos. 1536, Kap. Accords parfaits?
[28] Zitiert nach ebd., Pos. 1528, Kap. Accords parfaits?
[29] Zitiert nach ebd.
[30] Sébastien Albertelli, Julien Blanc, Laurent Douzou, La lutte clandestine en France. Une histoire de la Résistance 1940-1944, Paris, 2019, S. 27.
[31] Zitiert nach Olivier Wieviorka, ebd., Pos. 1554, Kap. Accords parfaits?
[32] Zitiert nach ebd., Pos. 1561, Kap. Accords parfaits?
[33] Zitiert nach Bénédicte Vergez-Chaignon, Les vichysto-résistants, Paris, 2008, S. 133.
[34] Vgl. Olivier Wieviorka, ebd., Pos. 1718, Kap. Les vichysto-résistants.
[35] Zitiert nach ebd., Pos. 2162, Kap. Une logique des intérètes?